Hochstrittige Weihnachten

Hochstrittige Weihnachten

Alle Jahre wieder gibt es pünktlich zur Weihnachtszeit Streit darum, wie die Kinder mit wem die Weihnachtsfeiertage verbringen. Nicht selten sind dabei knallharte Erpressungen zu beobachten. Unterschreibst Du dies nicht, machst Du das nicht – dann siehst Du Deine Kinder zu Weihnachten nicht. Der betreuende Elternteil spielt quasi Knecht Ruprecht nach eigenem Gutdünken. Was damit dem eigenen Kind angetan wird, wird meist gar nicht erkannt.

Um solchem Treiben noch rechtzeitig, notfalls rechtlich, etwas entgegen zu setzen, fehlt oftmals die Zeit oder aber der verhinderte Elternteil möchte zu den Feiertagen die Situation nicht eskalieren, auch mit Rücksicht auf die Kinder. Er steckt also seinen eigenen Frust und Trauer zurück, um die Kinder zu schützen. Gut so.

Nur, was macht man mit dem Elternteil, der so eigenmächtig und rücksichtslos über die Weihnachtszeit verfügt hat?

Gab es eine gerichtliche Umgangsregelung, sollte im Nachgang auf jeden Fall ein Ordnungsgeld verhängt werden und die Gericht wären gut beraten, in solchen Fällen die Höhe so zu wählen, dass eine Wiederholung unwahrscheinlich ist. Dazu gehört auch, dass die nächsten zwei bis drei Weihnachtsfeste dem Elternteil zugesprochen werden sollten, dem Weihnachten mit seinen Kindern verhindert wurde. So kann der Elternteil, der das Weihnachtsfest verhinderte, im nächsten Jahr allein unter dem Weihnachtsbaum darüber nachdenken, ob das der richtige Weg war.

Das klingt zu hart? Fragen Sie mal den Elternteil, der das ohne Grund und ohne Rechtsgrundlage erdulden musste. Sollte dieser Umgangselternteil nach einem Jahr aber feststellen, dass beim anderen Elternteil doch die Einsicht gekommen ist, dann hat er natürlich die Möglichkeit, von seinem Recht auf alleinige Weihnachten abzurücken und die Feiertage mit dem anderen Elternteil fair zu teilen.

Dies wäre nicht nur eine Geste der Größe und Gütigkeit, es wäre auch ein positives Signal zur Versöhnung. Vielleicht wäre dies dann ein Weg für die Zukunft nicht nur in friedliche Weihnachten, sondern auch in eine friedliche und kindesorientierte Elternschaft. Das wäre mein Wunsch zur Weihnacht.

Frohe Weihnachten für alle Kinder und Eltern
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Ein Kommentar

  1. Zu hart fände ich eine solche Maßnahme nicht. Im Gegenteil, ich habe mittlerweile sogar den Eindruck, dass viele Entfremder*innen nur auf diese Art eine Spur von Empathie entwickeln können.
    Hier meine Gedanken dazu:

    https://pas-coaching.blogspot.com/2020/12/umgangsboykott-weihnachten-parental-alienation-eke-pas-kindesentfremdung.html?m=1

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