Fachinformationen

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Fachinformationen zum Thema hochstrittige Trennungen für Personen, die mit von hochstrittigen Trennungen betroffenen Eltern arbeiten. Ein wichtiger Faktor sind dabei alternative Lösungsoptionen. Optionen, die tatsächlich zum Erfolg führen können, denn hochstrittige Fälle sind lösbar.

Dabei soll erst einmal grundlegend geklärt werden, was bedeutet „hochstrittig“ eigentlich. Der Begriff wird in unterschiedlicher Art und weise verwendet. Nicht alles, was heute als hochstrittig bezeichnet wird, ist es auch.

Aus diesem Grund haben wir auch 4 Typen hochstrittiger Trennungen differenziert und dargestellt, welche Handlungs- und Lösungsoptionen sich in den jeweiligen Bereichen ergeben.

4 Typen hochstrittiger Trennungen
Fachinformationen zum Thema hochstrittige Trennungen

Häufig kommt es im Zuge von hochstrittigen Trennungen auch zum Kontaktabbruch und einer Eltern-Kind-Entfremdung. Welche Formen von Kontaktabbruch es gibt, woran man diese erkennt, wie es den Kindern in solchen Situationen geht und wie man reagieren und intervenieren kann legen wir ausführlich dar. Dies sind wesentliche Punkte, auf die wir zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung eingehen.

Vater, Mutter, Kind – geschieden

„Wer das Kind hat, hat die Macht.“ Zunehmend machen auch Mütter diese Erfahrung, wenn auch statistisch gesehen weniger, aber ebenso schmerzlich. Offen sprechen zwei Väter und eine Mutter über ihren Trennungsschmerz.

Doch was ist eigentlich mit dem „Kind“? Wie fühlt es sich zwischen seinen streitenden Eltern? Und welchen inneren Schmerz muss es oft aushalten?

MDR Kultur vom 09.01.2021

Immer wieder gibt die Frage, inwiefern der Kindeswille als Entscheidungsgrundlage herangezogen oder berücksichtigt werden kann. Dabei gilt: je strittiger der Elternkonflikt, desto weniger Aussagekraft hat meist das, was das Kind sagt. Aussage, Kindeswille und Kindeswohl können oftmals weit auseinander liegen.

Auch wird immer wieder versucht, hochstrittige Fälle auf dieselbe Art und Weise – erfolglos – zu lösen. Wie beim Kampf gegen Windmühlen werden die gleichen Fehler immer wieder gemacht. Es braucht also andere Wege und ein Bewusstsein für die verfehlten Lösungsansätze in hochstrittigen Trennungen. Erkennt man diese, öffnen sich Perspektiven für andere, erfolgversprechendere Wege.

Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass Umgang und Sorgerecht meist nicht das Problem sind. Die eigentlichen Probleme liegen häufig auf der emotionalen Ebene. Dort sollten sie dann auch behandelt werden. Unnötige Eingriffe ins Sorge- oder Umgangsrecht bergen die man Gefahr, „Öl ins Feuer zu gießen“. Die würde den Streit erst recht eskalieren und so die Kinder zu schädigen.

Falsche Interventionen eskalieren den Streit

Eine vielleicht überraschende Erkenntnis könnte sein, dass die Doppelresidenz ( Wechselmodell) gerade in sehr strittigen Fällen viel häufiger als gedacht zur Eindämmung von Konflikten beitragen kann.

Eine außerordentlich wichtige Funktion in hochstrittigen Trennungen haben Familienrichter als Dompteure im Konflikt. Sie sind meist die einzigen, die effektiv intervenieren und den anderen Fachprofessionen den Weg bereiten können.

Dabei ist es wichtig, dass sich Familienrichter ihrer Position und auch ihrer Möglichkeiten (und Grenzen) bewusst sind. Sie müssen zudem dafür Sorge tragen, dass die Eltern die vom Gericht vorgegebenen Regel auch einhalten. Kurz gesprochen kann man sagen, dass die Lösung von hochstrittigen Trennungsfällen ohne engagierte und versierte Familienrichter kaum möglich ist.

Den juristischen Blick erweitern.
Familienrichter müssen in hochstrittigen Fällen über den gewohnten Erfahrungshorizont hinaus blicken

Haben Sie noch Hinweise, Anregungen, Tipps für unsere Fachinformationen zum Thema hochstrittige Trennungen? Dann teilen Sie uns diese gerne über das Kontaktformular oder aber per Email an info@hochstrittig.org mit.

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